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Der Inhalt dieser Rubrik ist erstellt von Roland Henne und hier als PDF zu erhalten

Die Reinhardswald-Grenze

Überlegungen zum Grenzverlauf
Zum Gebiet des Reinhardswaldes gibt es mehrere Beschreibungen mit Angaben zur Grenze. Seine Ausdehnung im Hochmittelalter weicht von der im ausgehenden Mittelalter und der Frühneuzeit ab. Der Betrachtung liegen zugrunde:

Grenzen sind vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit nicht vermessen und versteint worden. Sie waren allenfalls durch Malbäume, Aufwürfe oder Gräben markiert. Landwehren sind meist bei Städten ab dem späten Mittelalter bekannt. Erst in der Neuzeit haben sich exakte Abmarkungen durchge-setzt. Die Reinhardswald-Grenze ist in den Urkunden und Salbuch-Einträgen grob umrissen mit Angabe von Wasserläufen, Wegen und Randsiedlungen. Daher ist es in einigen Abschnitten schwierig, den genauen Grenzverlauf nachzuvollziehen.
Die Grenzen sind in einer Karte dargestellt (Abb. 1).


I. Die Umrisse des Forstes zu Beginn des 11. Jahrhunderts
In der Schenkungsurkunde vom 05. Dezember 1019 sind erstmals die Grenzen dieses Areals aufgeführt. Etwas präziser beschrieben ist der Grenzverlauf in der Urkunde vom 22. Mai 1020. Beide Urkunden sind im Latein des Hochmittelalters abgefasst. Dem Verfasser sind 4 Übersetzungen bekannt, die in wenigen Details etwas voneinander abweichende Interpretationen anbieten. Zugrunde liegt weitgehend die Übersetzung von BANNASCH, 316.

Grenze im Jahr 1019
Der Forstbezirk grenzt an den Fluss Fulda. Die Grenze verläuft dann über Reinersen (Reginhereshuson), Udenhausen (Utenhuson), Beberbeck (Biberbach) und Rotbrehteshusun zur Weser, dann flussaufwärts bis Altmünden (Gimundin), geht in einem Bogen zurück zur Fulda und führt flussaufwärts wieder zu dem Ausgangsort Reinersen (Reginhereshuson).

Grenze im Jahr 1020
Die nur wenig später abgefasste zweite Urkunde bringt eine konkretere Beschreibung des Grenzverlaufs. Das dürfte der Hauptgrund für die Ausstellung der zweiten Urkunde gewesen sein.
Nach der Übersetzung von BANNASCH, 316: Rothalmingahusun – geradewegs zur Weser – weseraufwärts in die Fulda – die Fulda und den einmündenden Krumbach (Crummelbichi) aufwärts bis Holzhausen („oppidum“ Holthusun) – Othilanham – Reinersen (Rechinherishusun) – Rodersen (Rothiereshusun) – Rikillahusun – Beberbeck (Beuerbiki) – „zu dem Weg, der nach Wulfredeskirchun führt, diesem und einem zweiten [Weg], der über Gottsbüren (Gunnesburin) und Wichmanessen (Wicmonneshusun) zieht, entlang und gelangt in einem Bogen auf den Weg, der das vorgenannte „oppidum“ Rothalmingahusun passiert“.

Abb. 1: Karte mit dem Gebiet des Reinhardswaldes.
Die Grenze des Königsforstes, der mit Urkunden von 1019 und 1020 an das Bistum Paderborn übertragen wur-de, ist mit einer roten Linie markiert. An der Westgrenze sind die in der Urkunde von 1020 genannten und später wüst gefallenen Grenzorte an den im Gelände ermittelten Stellen eingetragen.
Mit blauer Linie umrandet ist der bis 1455 hinzugekommene Waldteil im Westen und Norden. Im Norden sind dies das „Bennhäuser Holz“ und der Forst „Sieburg“. Der Grenzverlauf ist im Wesentlichen auch 1570 gegeben, allerdings ohne gerodete Flächen der angrenzenden Orte.

Die Lage der Grenzorte

Abschnitt von Reinersen bis Beberbeck
Beginnen wir mit Reinersen. Dieser in beiden Urkunden genannte Ort bildet einen Fixpunkt in der Abgrenzung des Königsforstes nach Westen. Die wohl im 14. Jahrhundert aufgegebene Siedlung lag südsüdwestlich des Ahlbergs. Obertägig erkennbar ist nur noch der Schutthügel der einstigen Dorfkirche (Abb. 2).
Der Name „Reinhardswald“ dürfte von diesem Ort abgeleitet sein. Erstmals ist in der Urkunde der Kaiserin Agnes vom Jahr 1059 (für ihren Sohn König Heinrich IV., DH IV 52) von „foresto Reginhereshuson“, also dem Reginhereshuson-Wald, die Rede. Das Bestimmungswort des Ortsnamens Reginhereshuson geht mutmaßlich auf einen adligen Grundherrn zurück. Reginhard (oder ähnlich) ist eine Frühform von Reinhard.
1019 verläuft die Grenze von Reinersen über Udenhausen nach Beberbeck, das gleichfalls in beiden Urkunden genannt wird. Anstelle von Udenhausen sind 1020 nun zwei andere Grenzorte aufgeführt, nämlich Rothiereshusun und Rikillahusun. Beide Dörfer sind spätestens in der Wüstungsperiode des 14. Jahrhunderts aufgegeben worden, ihre genaue Lage im Gelände ist nicht bekannt. Es wird daher der Versuch unternommen, eine Lösung hierzu anzubieten.

Abb. 2: Digitale Geländeaufnahme des wüsten Grenzortes Reinersen mit dem dominanten Ahlberg. Schwach zu erkennen ist der Schutthügel der Kirche des Dorfes. Nordwestlich: Wüstung Hildesheim sowie Mariendorf.

Wo lag Rothiereshusun/Rodersen?
Der Name Rothiereshusun ist nur einmal in der Urkunde von 1020 zu lesen. Spätere Erwähnungen sind in der abgewandelten Form „Rodersen“ (oder ähnlich) überliefert.
Im Jahr 1272, Urkunde von 1273, veräußert Graf Ludolf VI. von Dassel Teile seiner Grafschaft an das Erzbistum Mainz. Zu den in geografischer Reihe aufgeführten Dörfern zählen: „Nordgeismar – Bünichheim – Gothardessen – Sudheim – Hombressen – Lebecke – Rotherssin – Sihardessen – Beberbeck …“
Nach dem Lehnbuch des 13./14. Jahrhunderts der Edelherren von Schöneberg hat Johann de Lebecke Grundstücke in Lehensbesitz in … Beberbeck, Lebeke, Rodersen und Syhardessen (DOLLE, 51, 52)

1345/1346 klagt Erzbischof Heinrich von Mainz gegen den Landgrafen von Hessen, Conrad von Schöneberg als hessischer Amtmann habe durch Brand und Raub an Kirchen, Kirchhöfen und Dörfern Schaden getan … zu Gottsbüren, Wolfersen (Wulversin, nicht Wülmersen), an dem Hain („hene“) vor der Sababurg, Bensdorf, Beberbeck, Ludenbeck (Lebecke), Hombressen, Rodersen, Nordgeismar ...
1423 gibt Dietrich von Haldessen das Dorf Rodersen, das er zu Lehen in Besitz hat, an Heinrich von Schöneberg zurück (GÜNTHER, 45). Vermutlich lag das Dorf längst wüst.
Eine geografische Gruppierung ist unverkennbar.
Die häufige Nennung von Rodersen mit Hombressen, Lebecke und Sihardessen ist auffällig. Da die Lage von Hombressen und die der wüsten Dörfer Lebecke und Sihardessen bekannt ist, wird Rodersen ebenfalls in der Nähe gelegen haben, vermutlich auch in der heutigen Gemarkung von Hombressen oder unmittelbar angrenzend.

Suche in Archivalien und alten Karten

Nach LANDAU, 32, lag Rodersen am Rodenfeld bei dem Röddenhof, Gemarkung Hofgeismar, am Waldrand unweit der Straße nach Bebebeck (Kreisstraße 55). Er zitiert aus dem Register des Klosters Lippoldsberg (vermutlich Verzeichnis um 1380): „In Rotterssen prope Geysmar in campe prope geheyten dat Rodenfelt“. Ihm folgen andere Autoren wie REIMER, PFAFF, JÄGER, BANNASCH. Lediglich FALCKENHEINER 1842 sieht „Rüddenhof“ (benannt nach der Haltung von Jagdhunden) im 16. Jahrhundert als die früheste Bezeichnung für den Weiler Röddenhof. Insoweit ist unklar, ob der Name Röddenhof auf die Wüstung Rodersen zurückgeht.
Hinzu kommt auch, dass HENNECKE und DESEL, die sich in ihren Werken eingehend mit dem Kloster Lippoldsberg und seinen Gütern befasst haben, den von LANDAU zitierten Text zu Rodersen nicht bringen. Überhaupt kommt bei ihnen Lippoldsberger Besitz in Rodersen nicht vor.
Das Lippoldsberger Güterverzeichnis (um 1380) führt unter Bünichheim (Wüstung bei Schöneberg-Süd nahe der Bundesstraße 83 am Bünichheimer Grund) 8 Hufen und den Zehnten als Klosterbesitz auf. Im Lippoldsberger Salbuch von 1569 ist nochmals der umfangreiche Besitz des Klosters in und um Hofgeismar mit 14 Meierhöfen angegeben. Einzelne Grundstücke liegen „obern Büncheim“, „an dem Rüdden Felde“ (Bl. 63), „im oberen Büncheimer Feldt“, „an dem Rodenfelde“ (Bl. 78), „Brachland bei dem Rodenfelde“ (Bl. 88).
Bereits die Grenzbeschreibung des Reinhardswaldes von 1455 enthält den Passus „vor dem Rodenfeldt hin als die Landtwehr gehet“. Wenn 1423 der Name „Rodersen“ urkundlich belegt ist, warum nennt die Grenzbeschreibung von 1455 dann ein „Rodenfeld“ und nicht den Dorfnamen? Diese Tatsache nährt Zweifel an der Lage der Siedlung Rodersen beim Rodenfeld. In der Beschreibung der Grenze 1570 heißt es, „über das Rühdenfelt nach der Landtwehr hinaus“. In der aktuellen Gemarkungskarte wird als „Röddenfeld“ die Feldlage westlich (unterhalb) der Gebäude bezeichnet.
PFAFF, 157, hält das Röddenfeld mit dem Röddenhof für die Dorfstelle der Wüstung Rodersen. Er nennt in seiner Auflistung der Flurorte von Hofgeismar einen Bornpfad „westlich vom Röddenhof“. Dies kann nur der Weg zur Röddenhofquelle sein. Unklar ist, warum dieser Born oberhalb des Röddenhofs nicht Roderser Born genannt wird. In Flurbezeichnungen der Gemarkung Hofgeismar kommt Rodersen nicht vor. Das Feld unterhalb des Röddenhofs, Ecksiek/Eisiek genannt, ist nach PFAFF erst im 16. Jahrhundert gerodet worden.

Geländebegehung

Befindet sich beim Röddenhof eine mittelalterliche Dorfstelle? Eine Geländebegehung sollte Klarheit schaffen. Etwa 200 m oberhalb der Gebäude des Weilers Röddenhof befindet sich eine Quelle mit geringer Schüttung. Vermutlich führt der talwärts die bebauten Grundstücke passierende und wenig eingetiefte Bachlauf nur temporär Wasser. Im Quellbereich wäre eine Siedlung zu erwarten. Um die Quelle herum und zu beiden Seiten des Grabens etwa 130 m bis an den bebauten Bereich fand sich auf Ackerland keine Scherbe mittelalterlicher Irdenware. Auch andere Merkmale einer früheren Siedlung fehlten oberhalb der nicht einsehbaren bebauten Grundstücke. Unterhalb des Weilers fand sich auf bestellter Ackerfläche ebenfalls kein mittelalterliches Relikt.
Es ist unwahrscheinlich, dass eine Altsiedlung wie Rodersen bei dem Röddenhof gelegen hat!

Lag die Dorfstelle von Rodersen nördlich des Röddenhofs unter Wald?
Der Reinhardswald ab dem Röddenhof entlang der Eichenallee bis Beberbeck ist von Wölbäckern durchzogen. Diese mittelalterlichen Ackerbeete hat bereits RUSCHE 1952 für seine Dissertation kartiert (Abb. 3). Inzwischen liegen mit Laserscan gefertigte Digitale Geländemodelle vor (Abb. 4, 5). Die Geländeaufnahmen sind präziser als die Handskizzen von RUSCHE. Sie zeigen, dass die heutigen Waldflächen westlich der Linie Hombressen – Beberbeck – Gottsbüren fast vollständig in ackerbaulicher Nutzung waren. Nur kleine hängige Bereiche könnten bewaldet gewesen sein. Selbst der Waldteil „Lichte Heide“ (früher Webelsberg) ist flächig von mittelalterlichen Wölbäckern geprägt. Es ist wie im nördlichen Reinhardswald um Wichmanessen davon auszugehen, dass der Großteil der Ackerflächen im Jahre 1020 vorhanden gewesen ist.

Abb. 3: Wölbäcker unter Wald im Gebiet Röddenhof bis Gottsbüren. Ausschnitt aus der Skiz-ze von Albert RUSCHE aus dem Jahr 1952.

Haben sich in forstlichen Akten und Karten Waldortsnamen erhalten, die Hinweise auf ältere Nutzungen geben? Werfen wir zunächst einen Blick in das Waldbuch von 1607. Verzeichnet sind „Rode Erde“ und „Röddenbusch“. Die Karten von 1719 mit Beschreibung führen die Bezeichnung „Rädde Busch“ im Text, in den Karten „Riddebusch“, der nicht beim Röddenhof (Riddehof) kartiert ist, sondern oberhalb der Wüstung Bünichheim (bei Schöneberg) zwischen den beiden Wasserläufen des Bünichheimer Grabens; ferner den Waldort „Rothe Erde/Ecke“ südwestlich des Selzer Teichs („Alte Teich“) am Mossegrund und die „Schwartze Sohl“ oberhalb des Röddenhofs. Forstorte in der Karte des Forstamts Bad Karlshafen von 1998: Abt. 702 „Rothe Soll“ neben dem Amtseichelgarten oberhalb des Röddenhofs. Abt. 708 und 714 „Rothe Erde“ südwestlich des Selzer Teichs.
Die Digitalaufnahme zeigt ein auffälliges Gerinne, das sich von Abt. „Rothe Soll“ Richtung Schöneberg (Wüstung Bünichheim) hinzieht. Bei der Geländebegehung waren kein „Brunnen“ und kein Quellwasser festzustellen, lediglich eine Suhle (Sohl?) des Schwarzwildes.

Abb. 4: Mit Laser-Scan erstelltes Digitales Geländemodell des Gebietes Röddenhof, Gemarkung Hofgeismar, mit angrenzendem Reinhardswald. Das gesamte Waldgebiet ist von Wölbäckern geprägt. Es bestand im Mittelalter eine intensive ackerbauliche Nutzung.
 
Abb. 5: Ausschnitt des Bereichs Röddenhof mit der aktuellen Flurbezeichnung „Röddenfeld“, der Landwehr und der noch erkennbare Altweg zu der nur 1,1 km entfernten Wüstung Bünichheim bei Schöneberg, in der Karte von 1857 noch eingezeichnet.

Auch die weiteren Erosionsrinnen auf der Hochfläche führen kein Wasser: Quellen sind dort auch nicht zu erwarten, da Erhebungen fehlen. Wahrscheinlich haben sich die Rinnen im Lössboden gebildet durch anfallendes Niederschlagswasser. Eine Siedlungsstelle war nicht festzustellen, mangels konstanter Wasserversorgung auch nicht zu erwarten.
Erst im Mossegrund mit Selzer Teich findet sich Wasser, allerdings nur in geringem Maße.
Auch dort sind Wölbäcker bis an den Talgrund erkennbar. Spuren einer Besiedlung fanden sich nicht.
Es entsteht der Eindruck, dass die ackerbauliche Nutzung der Waldfläche an der Kreisstraße nach Beberbeck im Mittelalter von den Siedlungen an Giesbach und Lempe sowie des Raumes Schöneberg und Hümme erfolgte. Die Entfernung von diesen Randsiedlungen bis zur Höhe übersteigt kaum 2 km.

Wo lag nun Rodersen?
In Urkunden des 13./14. Jahrhunderts wird dieser Grenzort mehrmals zusammen mit Lebecke, Sihardessen und Hombressen genannt. Er kann nur nahe von Hombressen existiert haben.
Die Karte des Reinhardswaldes und Kaufunger Waldes vom Ende des 16. Jahrhunderts verzeichnet in der Nähe von Hombressen 3 Wüstungen: Lebecke, Sidessen und Raelsheim. Erstmals lesen wir von einer Wüstung Raelsheim, in der Karte eingezeichnet südöstlich von Hombressen nahe der Soode, etwa auf Höhe der unteren heutigen Soodehöfe (Abb. 6).
Ungewöhnlich ist, dass ein „-heim-Ort“, der bereits im Frühmittelalter existiert haben dürfte, erst im 16. Jahrhundert in einer Karte aufgeführt ist. Es stellt sich die Frage, trug das vermutlich im 14. Jahrhundert wüst gefallene Dorf zuvor einen anderen Namen?
Flurnamen des Dorfes Hombressen sind erstmals im Salbuch des Gerichts Gieselwerder von 1551 verzeichnet, dann in größerer Anzahl im Salbuch des Amts Sababurg und Gerichts Gieselwerder von 1570. Im Jahr 1551 liegen gerodete Flächen „im Rodelsheimer Feld“, „Rolsheimer Feld“, Roliger und Rolischer Feld. 1570 ändern sich die Bezeichnungen in „am Rolschen Wege“, „im Rölschen Felde“, an der Rölser Breide“, „am Rölser Busch“, „Garten am Rolschen Hohve“.
In der aktuellen Gemarkungskarte sind verzeichnet: „Rölzerhöfe“ etwa 700 m südöstlich der Kirche Hombressen am linken Ufer der Soode, östlich daneben „Hinter den Rölzerhöfen“. Die Feldlage südlich führt die Bezeichnung „Über den Rölzerhöfen“. Die dort angrenzende Sportarena dürfte im ehemaligen „Rodelsheimer Feld“ gebaut worden sein (Abb. 7). Der Flurort „Rölzerhöfe“ könnte mit der Lage von Raelsheim/Rodersen identisch sein. Das hängige Wiesengelände bietet jedoch keine Möglichkeit für eine erfolgversprechende archäologische Prospektion.
Nach den Salbüchern liegen Ländereien an Wegen/Pfaden nach Gottsbüren, Lebecke (Lübecke, Ludenbeke), Zapfenburg, Stammen, Hümme, Geismar, Grebenstein, Udenhausen und Rodelsheim/Rölsen. Ein Weg nach Rodersen/Rodenfeld ist nicht verzeichnet.

Abb. 6: Ausschnitt aus der Karte vom Reinhardswald und Kaufunger Wald, um 1590; nicht genordet und ohne Maßstab. Eingetragen ist die Wüstung Raelsheim an der Soode oberhalb von Hombressen. 1551 wird der Ort Rodelsheim, später Rolsheim, Rölsen pp. genannt.
 
Abb. 7: Digitale Aufnahme, Ausschnitt Hombressen-Süd, mit Eintrag der aktuellen Gemarkungsbezeichnung „Rölzerhöfe“. Demnach lag die Siedlung Rodelsheim/Rodersen/Raelsheim/Rölsen näher zu Hombressen, als in der Karte von 1590 dargestellt. Die im Gelände durch Eintiefung erkennbaren Altwege sind noch in der Karte von 1857 verzeichnet. Überliefert sind die Bezeichnungen „Rodelsheimer/Rölser Weg“ sowie für die Königsstraße Gottsbürener Weg im Nordteil der Gemarkung und Kasseler Straße/Weg im Süden.

Obwohl sprachliche Vorbehalte bestehen, wird folgende Entwicklung des Ortsnamens für möglich erachtet: Rothiereshusun – Rodersen – Rodersheim– Rodelsheim – Ra-elsheim/Rölsen. Für die Lautverschiebung von „r“ zu „l“ oder umgekehrt gibt es Beispiele: Artelmissen – Artermissen im Wesertal, Brummersen – Brummelsen bei Meimbressen. Auch der Wechsel von „-sen“ zu „-heim“ oder umge-kehrt ist mehrfach belegt.
Geografisch ist die Lage von Ra-elsheim/Rölsen als Grenzort des Reinhardswaldes im Jahre 1020 überzeugender als die des Röddenhofs inmitten damaliger überwiegend ackerbaulich genutzter Flächen. Zu bedenken ist auch, dass eine Lokalisierung beim Röddenhof eine Bewaldung entlang der Beberbecker Allee voraussetzt. In diesem Falle wäre der Grenzverlauf nicht in Richtung Beberbeck, sondern entlang des Oberhangs im Diemeltal Richtung der Altsiedlungen Hümme und Stammen zu erwarten gewesen – etwa analog der Grenzlinie im Jahr 1455.

Grenzort Rikillahusun
Zwischen Rothiereshusun und Beberbeck ist der Ort in der Urkunde von 1020 verzeichnet. Eine spätere Nennung des Dorfes ist nicht bekannt.
Bei Begehungen im Jahr 2000 ist am Giesbach, Gemarkung Hombressen, eine vermutlich kleine Dorfstelle ermittelt worden. Im Fundgut befand sich neben Hüttenlehm auch frühmittelalterliche Keramik. Die Dorfstelle liegt etwa 700 m nördlich von Lebecke östlich des Bachlaufs. 500 m nördlich dieses Siedlungsplatzes an der östlich des Bachlaufs entspringenden Quelle fand sich ebenfalls ältere Keramik, vielleicht ein Gehöftstandort (Abb. 8).
Die Existenz einer Siedlung am Giesbach war bisher nicht bekannt. Vermutlich handelt es sich um Rikillahusun! Schon früh dürfte diese Siedlung, wie etwas später Sidessen, in dem größeren Lebecke aufgegangen sein.

Abb. 8: Digitales Gelän-demodell, Gebiet „Giesbach“, Ge-markung Hombressen-Nord.
Rikillahusun, Grenzort 1020, hat wahrscheinlich am Giesbach gelegen. Die Dorfstelle wurde, wie eingezeichnet, lokalisiert.
Im Bereich „Selzer Teich“ und Waldort „Rothe Erde“ sowie im Mossegrund sind nur Wölbäcker, aber keine Spuren einer Besiedlung festgestellt worden.

Beberbeck, Fixpunkt an der Westgrenze des Reichsforstes
Wie Reinersen, so ist auch Beberbeck in beiden Schenkungsurkunden als Grenzort verzeichnet. Beberbeck hatte am Niemebach zwei Siedlungsplätze. Sie konnten ab 2000 lokalisiert werden. 2006 fand bei Alt-Beberbeck eine Grabung statt (SIPPEL, 2008).
Beberbeck ist nach der Wüstwerdung um 1400 erst ab Anfang des 18. Jahrhunderts wieder bebaut worden. Der Altort in der Nähe der neuzeitlichen Bebauung (Gestüt/Domäne) hat auf beiden Seiten des Niemebachs gelegen.

Grenzverlauf von Beberbeck nach Norden bis zur Weser
Nördlich von Beberbeck wird der Grenzverlauf von BANNASCH wie folgt interpretiert: „… zu dem Weg, der nach Wulfredeskirchun führt, diesem und einem zweiten, der über Gottsbüren nach Wichmanessen zieht, entlang und gelangt in einem Bogen zu einem Weg, der das genannte ‚oppidum‘ Rothalmingahusun passiert“.
Als Weg nach Wulfredeskirchun kann ab dem Beberbecker Teich wahrscheinlich in etwa die heute nach Sababurg führende Kreisstraße 55 angenommen werden. Seit dem Jahr 2000 kennen wir die Dorfstelle von Wulfredeskirchen/Wolferdessen/Wolfersen (Abb. 9). Das Dorf lag 500 m nordwestlich der Sababurg am Linsengrund vor dessen Einmündung in die Donne. Kirchstelle und Friedhof konnten im Gelände ermittelt werden, ebenfalls die Gerichtsstätte Kregelsberg/Gribbelsberg (HAAKE/HENNE).

Abb. 9: Die Sababurg, 1334 errichtet oder erweitert, mit der mittelalterlichen Vorgängersiedlung Wolferdessen, das 1020 genannte Wulfredeskirchun. Etwa 1,5 km nördlich liegt die Wüstung Bensdorf. Auf dem Ausschnitt der Karte von 1857 sind die ehemaligen Siedlungsbereiche braun markiert, Wolferdessen mit Kirchstelle/Friedhof. Grün gekennzeichnet ist die Kuppe des Kregelsbergs (Grihbelsberg und ähnlich). Dies ist mutmaßlich der in einer Urkunde des 14. Jahrhunderts erwähnte Hain („hene“) vor der Zapfenburg. Es dürfte sich um die Kultstätte (Gerichtsplatz) der Wüstung Wolferdessen handeln, die bei einer Fehde zerstört wurde.

Weg nach Gottsbüren, Wichmanessen und „oppidum“ Rothalmingahusun
Nach Verlassen des Weges Richtung Wulfredeskirchen verlief die Grenze entlang eines Weges nach Gottsbüren und Wichmanessen. Welcher Weg ist gemeint? Kaum der, der bei Markessen (Kirchdorf) die Holzape quert. Es könnte ein Altweg sein, der weiter östlich über den Kuhberg zog und die Donnebach-Siedlungen Thonhausen und Thalhausen berührte oder umging, vielleicht die Königsstraße, Teilstrecke Kassel - Helmarshausen (JÄGER, 44). Gottsbüren und Wichmanessen dürften außerhalb des Forstes gelegen haben. Gottsbüren wird in einem Bogen östlich umgangen. Die Erwähnung des nördlich von Gottsbüren inmitten von Offenland liegenden Dorfes Wichmanessen ergibt nur dann einen Sinn, wenn das als nächster Grenzort genannte „oppidum“ Rothalmingahusun in geringem Abstand zu beiden Dörfern existiert hat.

Lage der Grenzorte Rotbrehteshusun (1019) und Rothalmingahusun (1020)
In der „Vita Meinwerci“ wird 1015 ein Ort Rotbrachtessun genannt, in den Kaiserurkunden sind 1019 Rotbrehteshusun und 1020 Rothalmingahusun aufgeführt. In der Literatur wird davon ausgegangen, dass es sich bei den drei Ortsbezeichnungen um dieselbe Siedlung handelt. Abweichende Schreibweisen sind zu damaliger Zeit durchaus üblich gewesen. Die Lage des Ortes wird recht unterschiedlich gedeutet. LANDAU sieht das Dorf in der Nähe von Vaake und Hilwartshausen, REIMER zwischen Beberbeck und der Weser, LOTZE gar oberhalb der Ballertasche am rechten Ufer der Weser zugehörig zum Kloster Hilwartshausen. PFAFF schließlich hält den Ort für identisch mit der Wüstung Thalhausen am Donnebach bei Gottsbüren. Nach einer Geländebegehung mit Prof. Dr. H. Mortensen konkretisiert JÄGER die Lage des Dorfplatzes etwa 1,5 km nordöstlich von Gottsbüren im Talgrund der Forstabteilung 672. Eine Überprüfung der Senke ohne Wasserführung brachte keine Bestätigung für eine Dorfstelle.
1997 gelang es, an den beiden Quellen des Lumbachs (Große Lumbecke, Karte 1719) den Siedlungsplatz eines wüst gefallenen Dorfes zu lokalisieren (HENNE 2010), etwa 300 m bachabwärts an einer Sekundärquelle einen weiteren Wohnplatz. Die Wüstung liegt 2 km nordnordöstlich von Gottsbüren und 2,5 km westlich von Gieselwerder. Wichmanessen liegt nur etwa 1,5 km nordwestlich der oberen Dorfstelle. Also, die ideale Lage für die Grenzorte der Jahre 1019 und 1020 – Oberdorf Rotbrehteshusun und Unterdorf Rothalmingahusun?

Die Siedlung an den Lumbachquellen liegt am Rande des mittelalterlichen Offenlandes zwischen Gottsbüren und der Sieburg. Besiedelt war diese Hochfläche ferner mit dem Zentralort Wichmanessen sowie Wermanessen, Wedekessen, Hombüren und Brunessen (Abb. 10). Nachrichten aus dem Früh- bzw. Hochmittelalter sind von den genannten Dörfern mit Ausnahme der Siedlung an den Lumbachquellen überliefert.
Erst DESEL verweist auf das Güterregister des Klosters Lippoldsberg aus der Zeit um 1380, das neben dem Dorf Lebbeke bei Hombressen (auch Ludenbeck und Lübecke genannt) ein weiteres Ludenbeke nahe Gottsbüren und Wichmanessen mit Klosterbesitz aufzählt. Das Ludenbeke an den Lumbachquellen dürfte aber um 1380 bereits wüst gelegen haben.
Im ehemaligen Dorfgebiet (Ober- und Unterdorf) vor allem an Wurzelstöcken von Windwürfen aufgesammelte Keramikscherben sind in das 12. und überwiegend 13. Jahrhundert zu datieren. Eine Grabung fand bisher nicht statt. Ältere Scherben liegen von den Nachbarsiedlungen Wichmanessen und Wermanessen (Bachlauf Qualgrube) sowie von dem nur 1 km nördlich gelegenen Abbaugebiet von eisenerzhaltigem Gestein (Pingen, Stollen) vor.
Angrenzend an das Oberdorf mit 5 Ofenhügeln (Backöfen) führen frühneuzeitliche Karten (z.B. von 1719) den Waldortsnamen „Breylanter Seite“, ein Hinweis auf eine ältere Bezeichnung „Brechtsland“, also auf Rotbrehteshusun?
Das bachabwärts lokalisierte Unterdorf zeigt eine andere Struktur. Parallel zum Bachlauf weist der Wohnplatz 2 größere Ofenhügel auf, die etwa 100 m auseinander liegen. Dazwischen zeichnet sich der Grundriss eines größeren Gebäudes mit Unterkellerung ab. Bruchsteinsetzungen des Fundaments sind stellenweise erhalten, ebenfalls eine größere Menge Steinschutt in der Kellereintiefung. Insgesamt kann der Gebäudekomplex 20 m lang und etwa 7 bis 8 m breit gewesen sein. Anders als bei dem Befund im Oberdorf dürfte es sich im Unterdorf um ein festes Gebäude, vielleicht eine Feste gehandelt haben. Es könnte das „oppidum“ Rothalmingahusun gewesen sein. Zur Definition von „oppidum“ im Mittelalter HABEL/GÖBEL, Spalte 266.

Abb. 10: Ausschnitt der Topografischen Karte, nördlicher Reinhardswald. Das im Mittelalter besiedelte Gebiet ist nach der Wüstungsperiode Mitte des 14. Jahrhunderts wieder zu Wald geworden. Am Rande des einstigen Siedlungsgebiets werden die Grenzorte „Rotbrehteshusun“ (1019) und „Rothalmingahusun“ (1020) vermutet.

Die Lage der beiden Dorfstellen am oberen Lumbach korrespondiert mit der geografischen Einord-nung der beiden Grenzorte Rotbrehteshusun und Rothalmingahusun in den Kaiserurkunden. Es fehlt bisher an Funden von Keramikscherben des 10./11. Jahrhunderts, um die beschriebene Zuordnung der Grenzorte schlüssig vertreten zu können. Allerdings ist eine relevante Alternative nicht bekannt.

Fortsetzung der Grenze bis zur Weser
Die Forstgrenze wird dem Lumbach von den Siedlungen an seinen Quellen bis zur Weser bei dem späteren Gieselwerder gefolgt sein. An der Weser dürfte die Spitzenburg, gelegen auf einer Insel inmitten des Flusses, schon bestanden haben (HENNE 2018), wird aber in den Urkunden, wie andere Siedlungen an der Weser, nicht aufgeführt.

Grenze an Weser und Fulda

Nahe Gieselwerder erreicht die Nordgrenze die Weser. Sie folgt der Weser aufwärts bis Hann. Mün-den. Auf der knapp 30 km langen Strecke ist kein Ort erwähnt, obwohl Keramikfunde älterer Machart von Rypoldessen (Gemarkung Gieselwerder), Werden und Howardessen (Gemarkung Gottstreu) sowie Haldmerden (Gemarkung Veckerhagen) vorliegen; urkundlich zu der Zeit bekannt sind Vaake, Hottenhausen (Gemarkung Vaake) und Hilwartshausen.
Die Kaiserurkunde von 1019 beschreibt die Wesergrenze flussaufwärts bis Gimundin (Alt-Münden). Von dort bildet sie einen Bogen bis zur Fulda. Daraus wird gefolgert, dass die Siedlungen Alt-Münden und Ratten ausgegrenzt sind. Die Fulda aufwärts führt die Grenze ohne Erwähnung von Walshausen (Wilhlemshausen) bis zur Einmündung des Krumbachs, der allerdings nur in der zweiten Urkunde genannt ist.
Die Urkunde von 1020 markiert diesen Grenzabschnitt nur mit Weser und Fulda bis zum Krumbach (Crummelbichi). Nicht erwähnt wird der sogenannte Mündener Knick mit den Siedlungen Alt-Münden und Ratten, der nach der ersten Urkunde außerhalb des Forstbezirks zu sehen ist.
In der Literatur werden beide Varianten vertreten. Während KROESCHELL den Mündener Knick in-nerhalb der Grenze des Forstes unter Bezug auf die zweite und somit spätere Urkunde sieht, ebenfalls NÜCK, halten andere Historiker, zuletzt CZICHELSKI, die Ausgrenzung dieses bis heute zur Mündener Gemarkung gehörenden Hangbereichs des Reinhardswaldes für gegeben.

Abschnitt Fulda/Krumbach bis Reinersen

Nur in der Urkunde von 1020 wird der Grenzverlauf in diesem Abschnitt konkretisiert und mit „im Krumbach aufwärts bis zum ‚oppidum‘ Holzhausen“ beschrieben.
Bei Einmündung des Osterbachs in den Krumbach befinden sich östlich auf einem Bergvorsprung die Reste einer alten Burganlage, „Die Burg“ genannt. Falls diese Feste um das Jahr 1000 bewohnt gewesen ist, war sie dann das „oppidum“ der 2,5 km entfernt am Oberlauf des Krumbachs gelegenen Siedlung Holzhausen? Das ist ungewiss.
Bestand in der Altortslage von Holzhausen außer einem Herrenhof (Edelhof) eine Befestigungsanlage? Eine Überlieferung dazu ist nicht bekannt. Im Jahr 1070 zerstörte Kaiser Heinrich IV. in einer Feh-de den Herrenhof seines Gegners Herzog Otto von Northeim und vermutlich weitgehend das Dorf Holzhausen, möglicherweise auch eine mit „oppidum“ zu bezeichnende Feste (HÜTTEROTH). Im Be-reich der Dorfkirche, die wohl aus dem 12. Jahrhundert stammt, ist eine Rundung im Straßenbild erkennbar, die vielleicht auf eine frühere burgartige Umwallung hinweisen könnte (SIPPEL 2004, 17).

Grenzverlauf von Holzhausen nach Othilanham und Reinersen

Zur Lage von Othilanham gibt es keine Erkenntnis. Dem Urkundentext nach ist der Ort zwischen Holzhausen und Reinersen zu suchen. Überlegungen, der Name Othilanham sei verfälscht und bezie-he sich auf die Wüstung Hildesheim („hilanheim“), haben den Nachteil, dass nach JÄGER, 105, FAL-CKENHEINER 1837, 163; Lippenmeier, 48, der Ort Hildesheim nordwestlich und nicht südlich von Reinersen gelegen hat. Othilanham kann mutmaßlich nur westlich des Kleebergs, der in der Höhe keine Wölbäckerspuren trägt, in der Immenhäuser Gemarkung gelegen haben.
Mit der Wüstung Reinersen am Ahlberg ist dann der Beginn der Betrachtung des Grenzverlaufs wie-der erreicht.

II. Reinhardswald im Spätmittelalter – Grenze im Jahr 1455

Aus dem Jahr 1455 liegt eine Grenzbeschreibung des Reinhardswaldes vor, eingefügt in das Salbuch des Amtes Grebenstein von 1554 (HStAM: S 336). Hessen ist seit 1429 im Besitz des gesamten Reinhardswaldes. Das Erzbistum Mainz hat jedoch noch Rechte an Dörfern und Wüstungen am und im Reinhardswald. Die Gemengelage mag für Landgraf Ludwig I. der Grund gewesen sein, den Amtmann zu Grebenstein und 4 weitere Vasallen zu beauftragen, die Grenze des bedeutenden Waldes schriftlich zu fixieren (siehe Karte Abb. 1). Erst 1462 gelangt Hessen in den Pfandbesitz der Mainzer Besit-zungen im Diemel- und Weserraum.
Die schwer leserliche und in mäßigem Deutsch abgefasste Archivalie ist abgedruckt bei FALCKENHEI-NER II 1842, Urkunde LVI. Nach dieser Vorlage und auch unter Einbeziehung des Originaltextes, in der Schreibweise geringfügig angepasst, lautet der Passus zur Grenze:

Dies ist nun der Reinhardswald
Item. Der Reinhardswald ist ganz und lauter meines Herrn. Und darin liegen etliche Wüstungen mit Namen Zapfenburg und andere, keine ausgeschieden. Und sind alle meines Herrn. Ausgeschieden was derer seine Gnad verliehen oder verschrieben hatte.
Und gehet an, als die Diemel in die Weser fließt. Und die Weser hinauf bis in die Fulda, und die Fulda auf zu Walshausen [Wilhelmshausen] zu, und von Walshausen bis in den Knickhagen. Und von dem Knickhagen bis gegen Holzhausen. Und von Holzhausen bis in das Feld gen Immenhausen. Und was man daselbst zu Holze gehauen kan [han?] und zu Holze wirn [wird?].
Und von dannen vor dem Holze her, so das Feld wendet, alles vor dem Walde her, vor Grebensteinischen Feld her, gen Bonicheim, an dasselbe Bonicheimer Holz.1
Und dazu der Webelsberg, wollich [?] Bonicheimer Holz. Cam seliger, Heinrich Desselberg, Johann Brache, alle drei Förster bisher, und noch meinem Herrn geforst hat und forsten. So hält es mein Herr für seinen Forst.2
Vor dem Rodenfelde hin als die Landwehr geht. Vor den Feldern hin bis an den Bornhain, da die Born [?] stehet. Und von dannen bis an den Karsthagen und an den Bruch zu Katwinkel und als die Esse fließt in die Diemel.3
Nota: Alle Forellenwasser in dem genannten Walde sind alle meines Herrn. Wie die Namen han, keine ausgeschieden und hegen die nach seinem Nutze.
Item. In dem Reinhardswalde dann forstet man aus der Trendelburg, Helmarshausen, Herstelle [?], Lippoldsberg; zu Werdern [Gieselwerder], Oedelshausen [Oedelsheim], Haltmar, wenn es besetzt ist [Wüstung Haldmerden am Olbenbach], Veckerhagen, zwei Gläsner zu Gimte, auf anderer Seite der Weser, zu Alten Münden, die Stadt Münden, zu Blume [Stadtteil von Münden], zu Bonaforth, zu Holzhausen, zu Knickhagen, zu Simmershausen, Rothwesten, Hohenkirchen, Kassel, Immenhausen, Grebenstein, Winterbüren, Hofgeismar, Hombressen.

Warum Vaake und Udenhausen nicht aufgeführt sind, ist unklar.

Anmerkungen zum Grenzverlauf 1455

  1. Die Grenze wird vom Grebensteiner Feld bis Bonicheim (Bünichheim bei Schöneberg) angegeben. Udenhausen und Hombressen sind nicht genannt. Beide Dörfer haben in der Wüstungsperiode des 14. Jahrhun-derts stark gelitten, sind zumindest partiell wüst gefallen. Im Salbuch Grebenstein von 1455 werden sie als „neues Dorf“ bezeichnet, ebenso Holzhausen.

  2. Der Webelsberg (Lichte Heide) und das Bonicheimer Holz (vermutlich ein Sondern von Bünichheim) liegen demnach außerhalb des Reinhardswaldes. Der Landgraf hat dort forsten lassen und sieht die Waldstücke als seinen Besitz an.

  3. Das Rodenfeld ist bei dem Röddenhof Richtung Nordwest (Bünichheim) anzunehmen. Unter Bornhain wird eine Quelle oberhalb von Bünichheim an einem Zulauf zum Bünichheimer Graben zu verstehen sein. Die Wüstung Karsthagen liegt nach JÄGER, 106, etwa 1,5 km östlich des Südausgangs von Hümme. Katwinkel ist eine Wüstung nahe Hümme Richtung Stammen (JÄGER, 106). Ab Einmündung der Esse bei Stammen wird die Diemel als Nordwestgrenze des Reinhardswaldes angesehen.

III. Reinhardswald in der Frühneuzeit – Grenze im Jahr 1570
Einige Salbücher der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts enthalten Beschreibungen des Reinhardswaldes mit seinen Grenzen. Zum Abdruck kommt die Textfassung des Salbuchs des Amtes Sababurg und Gerichts Gieselwerder von 1570 (siehe Karte Abb. 1).
Der Text im Salbuch von 1570, Schreibweise geringfügig angepasst:

Reinhardswald
Item ist der Reinhardswald zu samt dem Bennhäuser Holz und der Sieburg mit aller hohen Obrigkeit, Herrlichkeit und Gerechtigkeit, desgleichen mit allen Nutzungen, als Wildbahnen, Forstgeld, Mastun-gen, auch allen dazu gehörigen Wüstungen und Forellenbächen, dem Durchläuchtigen Hoch gebore-nen Fürsten und Herren, Herrn Wilhelm Landgrafen zu Hessen erblich und eigentümlich zuständig, und hat sonst niemand keine Gerechtigkeit und Teile daran.

Grenze
Der obgeschriebene Reinhardswald samt der Sieburg und Bennhäuser Holz tun sich in ihren Grenzen und Bezirk anfangen, erstrecken und enden wie folgt, aber nämlich und zum Ersten:
Unten an der Sieburg, da die Diemel in die Weser fließt, die Weser und die Sieburg hinan bis gen Bennhausen [Wüstung Bennenhausen bei Gewissenruh], von dannen unter dem Bennhäuser Holz hinan bis zum Gieselwerder und fürters auf die Weiße Hütte. Von dannen nach der Wüstung Halt-mar [Haldmerden am Olbenbach], Staufenberg, Mühlenberg, und Kohlberg hinan bis nach der Pfeif-engrund [bei Hilwartshausen] und fürters nach Alten Münden, bis auf die Fulda nach Walshausen [Wilhelmshausen] zu. Von dannen auf den Knickhain [Knickhagen] und fürters nach Holzhausen. Von dannen bis unters Feld vor Immenhausen und fürters vor dem Kleeberg und Radebusch hinaus bis an den Wubelsberg [Webelsberg = Lichte Heide] und Strauchberg. Von dannen über das Rühdenfeld nach der Landwehr hinaus und fürters nach dem Bonhagen [Wüstung Bünichheim bei Schöneberg], Kasthagen [Wüstung Karsthagen südöstlich von Hümme] und Bastholz. Von dannen das Stammer Feld und Exterfeld hinaus nach dem Scherbusch und Sundern, darin man die Decksteine bricht, nahe bei Trendelburg. Von dannen unter dem Deiseler Holz hin und fürters oberhalb Wülmersen und Hel-marshausen hin bis wieder an die Sieburg. Und als fürters unter der Sieburg hinab bis wieder an den Ort, da die Diemel in die Weser fließt.


Anmerkung
Das Waldgebiet wird dreigeteilt: Reinhardswald-alt, Bennhäuser Holz und Sieburg.
Was ist unter Bennhäuser Holz zu verstehen?
Die Freien von Bennenhausen (Wüstung bei Gewissenruh) besaßen einen Sondern im angrenzenden Wald; im 13. Jahrhundert gelangten die Rechte an das Kloster Lippoldsberg. Ursprünglich dürften die Sonderrechte im Wesentlichen nur die bewaldeten Weserhänge umfasst haben, denn auf der Höhe gab es die Dörfer Wichma-nessen, Wermanessen, Wedekessen, Hombüren, Brunesssen und Ludenbeke/Rothalmingahusun. Das Areal zwischen Gottsbüren und der Sieburg sowie von der Holzape bis an die Weserhänge war in ackerbaulicher Nutzung, also unbewaldet. Nach dem Wüstwerden der Dörfer im 14. Jahrhundert setzte die Wiederbewaldung ein. Bereits nach der Beschreibung von 1455 wird dieser Bereich als Teil des Reinhardswaldes gesehen.
Im Sprachgebrauch hat sich für dieses Gebiet der Name „Benser Holz“ erhalten. So ist noch im Salbuch des Amtes Sababurg von 1587 unter „Forellenwasser“ eingetragen: „ … die Thonn [Donne] … fließt am Benserholtz in die Holzapfel [Holzape]“. Zwei Waldorte nahe der Wüstung Wichmanesen führen den Namen „Benzer Holz“, obwohl sie von Wölbäckern durchzogen sind, also kein Sondern der Freien von Bennenhausen gewesen sein können.

Zusammenfassung
Der Forst von 1019/1020 ist ein kompaktes Waldgebiet, lediglich Wulfredeskirchun/Wolfersen ist als Siedlungsinsel bekannt. Nach Osten und Süden bilden Weser und Fulda die natürliche Grenze, nach Westen ist 1019 die Linie Reinersen – Udenhausen – Beberbeck und Rotbrehteshusun nahe Gottsbüren vorgegeben. Damit ist der wohl durchgehend bewaldete Höhenzug grob umrissen.
Die Urkunde von 1020 soll die Westgrenze genauer fixieren, bringt aber wegen der aufgeführten weiteren Grenzdörfer Rothiereshusun/Rodersen im Westen und „oppidum“ Rothalmingahusun im Norden eher Unklarheit. Das Hauptproblem ist die Lage von Rodersen, das bei dem Röddenhof in der Gemarkung Hofgeismar gelegen haben soll. Zu der Urkunde von 1019 mit dem Grenzverlauf Udenhausen – Beberbeck läge damit eine erhebliche und kaum erklärbare Abweichung vor. Daher wird das Dorf Rodersen als identisch mit der Wüstung Raelsheim, Gemarkung Hombressen, nahe Udenhausen anzunehmen sein.

Das Areal des 1019/1020 beschriebenen Forstes ist als Kerngebiet des späteren Reinhardswaldes anzusehen.
Die Wüstungsperiode des 14. Jahrhunderts führt zum Verlassen der meisten überwiegend kleinen Dörfer am und im Forst. Vor allem westlich und nördlich der alten Grenze werden umfangreiche Ackerflächen wieder zu Wald. Der besiedelte Bereich nördlich von Gottsbüren bis zur Sieburg mit 6 Dörfern fällt total wüst. Im Jahr 1455 hat sich das Waldgebiet erheblich ausgedehnt. Die Beschreibung dieses Jahres verlegt die Westgrenze an den Rand der Gemarkungen von Immenhausen und Grebenstein, dann weiter über den Waldteil Lichte Heide zum Rodenfeld bei dem späteren Röddenhof, Gemarkung Hofgeismar. Entlang der Landwehr und östlich des späteren Dorfes Schöneberg sowie der Altsiedlung Hümme erreicht sie bei Stammen die Diemel. Diese bildet dann die Grenze bis zur Weser.

Die Ausdehnung des Waldes nach Westen und Norden beinhaltet auch die Grenzbeschreibung im Salbuch von 1570. Allerdings sind Rodungen gegenüber dem Jahr 1455 erkennbar. Der Grenzverlauf wird exakter festgelegt. Ausgegrenzt sind nun die Gemarkungen der angrenzenden Städte und Dör-fer, erstmals auch die der an der Weser liegenden.
Das Besondere der Beschreibung des Jahres 1570 ist die Formulierung: „Reinhardswald samt dem Bennhäuser Holz und der Sieburg“. Diese Dreiteilung erinnert daran, dass der Wald aus dem Kerngebiet der Jahre 1019/1020 besteht und dem nach der Wüstungsperiode hinzu gekommenen ehemals besiedelten Gebiet nördlich von Gottsbüren, bezeichnet als Bennhäuser Holz. Dazu kommt die Sieburg als nördlichster Kopf des Waldgebiets. Bereits im Jahr 1013 hat Kaiser Heinrich II. dem Kloster Helmarshausen den Forst Sieburg übertragen (DH II Nr. 266).
Das Gesamtgebiet des heutigen Reinhardswaldes entspricht der Beschreibung des 16. Jahrhunderts, allerdings gemindert durch spätere Rodungen, zuletzt nach Ablösung der alten „Achtwortrechte“ der Anwohner in den Jahrzehnten um 1900.

Quellen

Archivalien/Urkunden

1019, 1020. Kaiser Heinrich II. überträgt den Jagdforst an unterer Fulda und oberer Weser (später Reinhardswald) an Bischof Meinwerk zu Paderborn. - Monumenta Germaniae Historica, Hannover 1900-1903. Urkunden Deutscher Könige und Kaiser. Die Urkunden Heinrichs II. und Arduins (DH II) Nr. 418 und 430. Übersetzung bei BONNEMANN, in Auszügen die Urkunde von 1020 bei BANNASCH, BERNDT und handschriftlich von Erich Kluge-scheid, 2014.

1272/1273. Graf Ludolf VI. von Dassel, genannt von Schöneberg, verkauft die halbe Burg Schöneberg sowie Grafschaft und Jurisdiktion über eine Reihe von Dörfern an das Erzbistum Mainz, Verkauf 1272, Urkunde von 1273. - Staatsarchiv Würzburg: Mainzer Urkunden, Weltlicher Schrank 3391.

1345/1346. Erzbischof Heinrich von Mainz klagt gegen den Landgrafen von Hessen wegen Zerstörung von Dörfern. - Regesten der Erzbischöfe von Mainz, Darmstadt 1958, Band I/2 Otto, Nr. 5396.

1455. Grenzbeschreibung des Reinhardswaldes, eingefügt in das Salbuch Grebenstein von 1554. - Hessisches Staatsarchiv Marburg (HStAM): S 336.

1551. Salbuch des Gerichts Gieselwerder. Flurnamen Hombressen. - HStAM: S 331.

1569. Salbuch Lippoldsberg mit Nachweis der Klostergüter im Raum Hofgeismar. - HStAM: S 458.

1570. Salbuch des Amtes Sababurg und Gerichts Gieselwerder u.a. mit Flurnamen und Beschreibung der Gren-ze des Reinhardswaldes. - HStAM: S 542.

1587. Salbuch des Amtes Sababurg, Amtsbeschreibung, Gerechtigkeiten, Gefälle. - HStAM: S 543

1607. Waldbuch mit Waldortsnamen des Reinhardswaldes und der zur Mast berechtigten Gemeinden. - HStAM: S 73.

Karten

1590. Übersichtskarte vom Reinhardswald und Kaufunger Wald, wohl von J. Moers um 1590. - HStAM: Karten P II 15629.

1704-1710. Landkarte von den Ämtern Helmarshausen, Trendelburg und Sababurg samt dem Gericht Gieselwerder, wie auch der Städte Geismar und Liebenau. - Schleenstein-Karte Blatt 3, Landesvermessungsamt Hes-sen.

1719. Karte des Reinhardswaldes von C.H. Leopold. - HStAM: Karten P II 8557.
1719. Konzeptkarte des Reinhardswaldes, wohl von C.H. Leopold um 1719. -- HStAM: Karten P II 16423.
1719. Beschreibung vom Reinhardswald Anno 1719, wohl von C.H. Leopold. - Murhardsche Bibliothek Kassel: MS Hass. 8° Nr. 43.

1857. Niveaukarte vom Kurfürstenthum Hessen, Blätter Sababurg, Trendelburg, Hofgeismar, Veckerhagen. - Landesvermessungsamt Hessen.

1998. Karte des Hessischen Forstamts Bad Karlshafen. Revierförstereien, Waldortsnamen, Abteilungen.

Wanderkarte 1:100.000, Ausschnitt Reinhardswald.

Airborne Laserscanning (LIDAR-Methode), Digitale Geländemodelle, Ausschnitte. Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (http: //gruschu.hessen.de)

Literatur

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Berndt, Guido M.: Das Leben Bischofs Meinwerk von Paderborn. München 2009.

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Dolle, Josef: Das älteste Lehnbuch der Edelherren von Schöneberg (13./14. Jahrhundert). - Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 41, Marburg 1991, S. 31-83.

Falckenheiner, Carl Bernhard Nicolaus: Über die ältesten Gränzen der Diöcesen Mainz und Paderborn im hessisch-sächsischen Gau. - Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Band 1, Kassel 1837, S. 125-164.

Ders.: Geschichte Hessischer Städte und Stifter, Band II. Hofgeismar mit Urkundenbuch. Kassel 1842.

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Haake, Egon und Henne, Roland: Die alte Sababurger Wasserleitung. Reinhardswaldwasser für das Jagdschloss. - Gottsbürener Blätter, Sonderheft 5, Trendelburg-Gottsbüren 2008.

Habel, Edwin und Göbel, Friedrich: Mittellateinisches Glossar. Paderborn 1989.

Heinemeyer, Karl: Königshöfe und Königsgut im Raum Kassel. Max-Planck-Institut für Geschichte 33, Göttingen 1971.

Henne, Roland: Lumbach oder Trumbach? Ein kleines geschichtsträchtiges Tal im Reinhardswald. - Jahrbuch 2010 des Landkreises Kassel, S. 31-36.

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Hennecke, Edgar: Kloster Lippoldsberg. - Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte, 46. Band, 1941, S. 35-84.

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Landau, Georg: Historisch-topographische Beschreibung der wüsten Ortschaften im Kurfürstenthum Hessen …, Kassel 1858.

Lippenmeier, Norbert: Wüst gefallene Dörfer, S. 46-49. In: Norbert Lippenmeier (Hg.), Rund um den Ahlberg, Horb am Neckar, 2004.

Lotze, Wilhelm: Geschichte der Stadt Münden nebst Umgebung 1878. Zweite Auflage Münden 1909.

NÜCK, Wolfgang-Dietrich: Die westliche Mündener Stadtgrenze am Reinhardswald. In: Südniedersachsen, 2/2015, S. 52-58, und 3/4-2015, S. 83-89.

Pfaff, Friedrich: Geschichte der Stadt Hofgeismar, 1938, 2. Auflage. Melsungen 1954.

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Sippel, Klaus: Der Ringwall auf dem Ahlberg, S. 12-19, und Tongruben, Töpfereien und eine Ziegelhütte am Ahlberg, S. 35-45. In: Norbert Lippenmeier (HG.), Rund um den Ahlberg, Horb am Neckar, 2004.

Ders.: Archäologie der Gemarkung Beberbeck. In: Silke Renner (Hg.), Beberbeck zwischen Sababurg und Ge-sundbrunnen, Kassel 2008, S.1-20.

Danksagung

  1. Dr. Wilhelm A. Eckhardt, Marburg, Dr. Klaus Sippel, Marburg/Lohfelden, Prof. Dr. Hans-Georg Stephan, Göttingen, Wolfgang-Dietrich Nück, Kassel, für Gespräche und Korrespondenz sowie Diskussionen über Lösungsansätze zur Grenze von 1020.
  2. Martin Czichelski, Hann. Münden für Literatur. Heinz Siebert, Hombressen, für Aufzeichnungen und Übersichten zu Flurorten und Wüstungen sowie zur Teilnahme an Flurbegehungen.
  3. Bauamt der Stadt Hofgeismar für Auszüge von einigen Flurkarten der Gemarkungen Hombressen und Hofgeismar.


(Roland Henne, Raiffeisenstraße 3, 34399 Oberweser, Tel. 05572-7249, E-Mail: Roland.Henne@Freenet.de, - Dezember2019)

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